Und es begann alles so gut… (6. September Casa Fernanda – Ponte de Lima Pt. 1)

Als wir morgens aufwachten, wussten wir noch nicht, was für ein irrer Tag uns bevorstehen würde. Aber fangen wir mal von vorne an: Wir wachten also tatsächlich in einem Himmelbett unter freiem Himmel auf. Die Nacht war einfach wunderbar, man hörte nur Hunde bellen und Hähne krähen. Ansonsten gab es nur die Geräusche der Nacht und frische Luft. Entsprechend gut ausgeruht standen wir also auf und wurden bereits von der Familie erwartet. Ok, eigentlich war nur Jacinto, Fernandas Mann, wach und hatte schon Kaffee und Toast vorbereitet. Wir aßen und quatschten noch ein wenig mit dem Gastgeber und den zuckersüßen Kanadierinnen. Kurz bevor wir gingen, kam auch noch Fernanda dazu und bald veranschiedeten wir uns von allen.

Da Mone und ich – wie soll es auch anders sein – wieder mal ultralangsam waren, brachen Clemence und Bibiane schon vor uns auf. Wir wollten ohnehin noch eine Nachricht für unseren Kumpel Jim hinterlassen mobdro. Er solle nämlich tunlichst zu Casa Fernanda gehen. Also schrieben wir zwei Zettel und ich zog los um sie auf dem Weg irgendwo gut sichtbar zu befestigen.

Als ich durch den überwucherten Garten rausging, hörte ich schon wildes Gegacker und Gekicher. Clemence und Biniane waren offensichtlich noch nicht weit gekommen. Die Beiden machten Fotos mit dem iPhone und freuten sich wie Bolle. Die Situation war irgendwie lustig und ich machte noch ein Foto von den Beiden vor dem Haus. Dann brachte ich die Nachrichten für Jim an, bevor auch wir beschlossen aufzubrechen. Die ersten Kilometer waren ganz toll, wir waren super gelaunt, liefen mehrmals Bibiane und Clemence über den Weg und freuten uns jedes Mal darüber. Irgendwann aber begann es heiß zu werden. Anfangs nahmen wir das noch mit Humor und sangen Schwitz-Lieder wie “Girl I want to make you sweat” oder “I wanna know what Sweat is”.

Schnell aber merkten wird, dass die schattenspendenden Bäume weniger wurden und wir immer mehr in der prallen Sonne vor uns hinschmolzen. Trotzdem blieben wir gut gelaunt. Die tolle Nacht bei Fernanda und ihrer Familie gaben uns noch Auftrieb Mobdro APK. Der Weg war auch nicht sonderlich schwierig oder etwa weit, trotzdem schien es ewig zu dauern.

Als es richtig heiß wurde beschlossen wir Mittagspause zu machen. Wir steuerten eine Bar an. Das Lustige: Einige Kilometer vor Ponte de Lima befanden sich gleich zwei Bars nebeneinander. Obwohl zwei bekannte Gesichter – nämlich Britta und Susann – in der ersten Kneipe saßen, wollten wir zur Zweiten. Einerseits hatten wir uns fest vorgenommen Tagebuch zu schreiben um diesen Blog schön weiter befüllen zu können. Andererseits war Mone sicher, dass die erste Bar nicht so gut war – dort war sie nämlich 2010 schonmal. Gut, also saßen wir draußen vor der zweiten Kneipe und obwohl eine Markise Schatten spendete, war es beinahe unerträglich heiß. Wir aßen also schnell einen Schinken-Käse-Toast, tranken Kaffee und Cola (oder Eistee) und beschlossen dann relativ zügig wieder aufzubrechen.

Auch nach der Pause wurde der Weg nicht weniger beschwerlich. Wir überholten immer wieder eine Gruppe von Männern, die auch ganz offensichtlich aus Deutschland war und mit denen wir kurz zwei Worte wechselten, jedes Mal wen einer den anderen passierte. Nach einem schier unendlich erscheinenden Marsch erreichten wir schließlich die Stadtgrenze von Ponte de Lima. Der Fluss lachte uns schon am Ortseingang an und wir wollten unbedingt noch ins kühle Nass springen. Schon von weitem sah man, dass in der Stadt irgendetwas los sein musste. An der Flusspromenade standen zahlreiche Buden und Stände – ja, Fiesta war in der Stadt. Das hatte uns auch Fernanda schon am Abend beim Essen erzählt, wir haben das aber nicht so beachtet, denn wir wollten eher unsere Ruhe haben als Partys zu feiern. Schon als wir in die Stadt liefen, malten wir uns aus, dass wir gleich im Fluss baden würden, wie es schon zahlreiche Einheimische machten. Aber erstmal wollten wir uns ne schöne kalte Coca kaufen. Das war genau das Richtige, wenn man energielos und ausgezehrt irgendwo ankam. Außerdem erfrischt so eine Cola ungemein. Also steuerten wir den ersten Laden an, den wir sahen. Als ich reinging roch es schon nach getrocknetem Fisch. Dazu noch die Hitze und meine Vorfreude auf das erfrischende Kaltgetränk, ließen mich ungeduldig darauf warten, endlich an die Reihe zu kommen. Auch Mone stand völlig fertig vor dem Laden und konnte es kaum erwarten, dass ich endlich mit der Cola wiederkam. Es gab nur zwei Probleme: ein ungefähr 80-Jähriger Kunde, der nicht aufhören wollte zu labern und ein Verkäufer, der nur wenig jünger war und langsamer als jede Schnecke, die man sich nur vorstellen kann. So dauerte es gefühlte 15 Minuten bis ich zwei Dosen Cola in der Hand hatte, die wir dann genüsslich tranken, als wir die Brücke überquerten, die uns zur Herberge führte.

An der Herberge warteten schon einige Pilger. Wir waren schon früh da – gegen halb drei oder drei – und mussten noch warten bis sie um 17 Uhr öffnete. Also beschlossen wir, wie geplant, ans Wasser zu gehen. Da wussten wir aber noch nicht, was uns dort erwartete.

1 Comment

  1. Rainer says: Antworten

    Spannnend! Lasst uns nicht zu lange zappeln ; ))

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